Bundestag stimmt für Neuregelungen zugunsten des Radverkehrs

Am 20.01.2020 wurde der Antrag „Sicherer Radverkehr für Vision Zero im Straßenverkehr“ der Regierungsfraktionen von CDU/CSU und SPD im Bundestag mehrheitlich angenommen. Mit der geplanten Novellierung der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) soll sich einiges ändern. „Damit mehr Menschen das Fahrrad nutzen, braucht es mehr Platz für den Radverkehr und mehr Sicherheit für Rad Fahrende“, heißt es im Antrag. Konkret werden folgende Vorschläge des Bundesverkehrsministeriums begrüßt:

  • Beim Überholen mit Kraftfahrzeugen von zu Fuß Gehenden, Rad Fahrenden und Fah-renden von Elektrokleinstfahrzeugen beträgt der Seitenabstand innerorts künftig mindestens 1,5 m und außerorts mindestens 2 m.
  • Kraftfahrzeuge mit einer zulässigen Gesamtmasse über 3,5 t dürfen innerorts nur noch mit Schrittgeschwindigkeit rechtsabbiegen.
  • Der Grünpfeil exklusiv für Rad Fahrende wird eingeführt.
  • Die Ausweisung von Fahrradzonen – also Netzen zusammenhängender Fahrradstraßen – innerhalb geschlossener Ortschaften wird erleichtert.
  • Neue Verkehrszeichen für Elektrokleinstfahrzeuge, das Parken von Lastenräder und die Ausweisung von Radschnellwegen wird eingeführt.
  • Die Bußgelder für das Halten von Kraftfahrzeugen auf Schutzstreifen und in zweiter Reihe sowie für verbotswidriges Parken auf Geh- und Radwegen werden erhöht.

Dass etwas geschehen muss, auch um das von der Bundesregierung ausgegebene Ziel „Vision Zero“ im Straßenverkehr zu erreichen, da waren sich alle Fraktionen einig. Die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen hatten noch einen weitreichenderen Antrag „Das Straßenverkehrsrecht reformieren – Straßenverkehrsordnung fahrrad- und fußverkehrsfreundlich anpassen“ gestellt, der abgelehnt wurde. Deren Sprecher für städtische Mobilität und Radverkehr, Stefan Gelbhaar, kritisierte, dass die vorgelegte Novelle der StVO aber bei weitem nicht ausreiche: „Auf erhebliche, handwerkliche wie inhaltliche Mängel weisen die weit über hundert Änderungsanträge im Bundesrat ebenso wie die Anträge der Koalition und Opposition hin. Rad und Fußverkehr werden auch nach der Novelle im Straßenverkehr gegenüber Autoverkehr weiterhin massiv benachteiligt.“ So reiche insbesondere die vorgeschlagene Erhöhung der Bußgelder nicht aus. „Nötig ist eine konsistente Überarbeitung des Bußgeldkatalogs. Bislang ist das nicht gegeben: Gefährliches Fahren auf Radwegen kostet beispielsweise weiterhin nur 15 Euro.“ Und auch das Halten auf Geh- und Radwegen bleibt offenbar ein Schnäppchen.

Insgesamt ein Schritt in die richtige Richtung hin zu mehr und sicherem Rad- und Fußverkehr. Auf dieser Basis lassen sich nun weitere Forderungen umsetzen. „Roßtal bewegt sich“ wird sich auch weiterhin für sichere Schulwege, mehr Tempo 30 und verkehrsberuhigte Bereiche und z.B. Zebrastreifen im Marktgebiet einsetzen.

Das Roßtaler Lastenrad hat einen neuen Namen: „Horsala“

Der neue Name für das kostenfreie Roßtaler Bürgerlastenrad steht fest: Horsala. Sabine Stadlbauer aus Roßtal, die den Vorschlag eingereicht hat, ist die glückliche Gewinnerin der Ortlieb-Tasche.Überreicht wird der Preis im Rahmen einer Einweihungsfeier, die wir aktuell planen. Es wird rechtzeitig im Amtsblatt informiert. In Kürze gibt es neue Informationen dazu, wann es denn nun endlich…

Das neue roßtaler E-Lastenrad sucht einen neuen Namen – Gewinnspiel

Gewinnspiel ist beendet – der neue Name ist gefunden: „Horsala“ Es ist soweit, der Markt Roßtal bekommt sein eigenes Bürgerlastenrad! Es ist bestellt und wird ab März 2020 für alle Bürgerinnen und Bürger kostenlos ausleihbar sein. Jeder, der gern mit Kindern unterwegs sein, Einkäufe erledigen oder einfach auch nur solch ein Rad testen möchte, ist…

Kostenloses Lastenrad für Bürgerinnen und Bürger des Roßtaler Marktgebietes kommt in Kürze

Der Markt Roßtal wird fahrradfreundlich und stellt in Kürze seinen Bürgerinnen und Bürgern ein kostenlos leihbares Lastenrad zur Verfügung. Die wichtigste Hürde ist genommen: Der Marktrat stimmte am 05.11.2019 für die Anschaffung eines Lastenrades, welches den Bürgerinnen und Bürgern kostenfrei zur Verfügung gestellt werden soll. Gemeinsam mit Barbara Schröder (Bündnis 90/Grüne), Hartmut Igel (Radverkehrsbeauftragter des…

ADFC Fahrradklimatest 2018 bescheinigt Nürnberg und Fürth katastrophale Noten

Die Ergebnisse des im letzten Jahr deutschlandweit durchgeführten ADFC-Fahrradklimatests liegen vor und die Bewertungen nach Schulnoten sind für die zuständigen Politiker und Behörden ein Armutszeugnis. https://www.fahrradklima-test.de Die Städte Nürnberg (4,2) und Fürth (4,0) erhalten von den Teilnehmern sehr schlechte Noten. Vor allem in Nürnberg fühlen sich die Radler unsicher, schutzlos dem Autoverkehr ausgesetzt, die Radwege…

Bürgerbeteiligung vor Ort bei Radverkehrskonzept des Marktes Roßtal

Seit einiger Zeit ist nun die Online-Umfrage für das Radverkehrskonzept des Marktes Roßtal im Gange. Alle Bürgerinnen und Bürger haben die Möglichkeit sich unter folgenden Link zu beteiligen: https://www.rosstal.de/online-beteiligung-zum-radverkehrskonzept-anregungen-zum-radverkehr-in-rosstal Das Fachbüro i.n.s. wird darüber hinaus am Freitag, den 8. März 2019 zwischen 9 und 12 Uhr eine Öffentlichkeitsbeteiligung vor dem Edeka-Markt in Roßtal veranstalten. Alle…

Querungshilfe auf Nürnberger Straße für mehr Sicherheit für Fußgänger – Initiative fordert langfristig einen Kreisverkehr

Nach dem tödlichen Unfall auf der Staatsstraße 2409 auf Höhe des Lidl-Marktes (siehe https://www.merkur.de/bayern/rosstal-fuerth-auto-erfasst-fussgaenger-mann-toedlich-verletzt-10769291.html) im November 2018 forderte die Initiative „Roßtal bewegt sich“ Maßnahmen, um die Verkehrssituation in der Nürnberger Straße zu verbessern. Fußgänger und Radfahrer die zum Lidl wollen meiden die breite, fast unüberwindbare Kreuzung und queren die St2409 direkt am Lidl. Nun haben…

Online Beteiligung zum Radverkehrskonzept – Anregungen zum Radverkehr in Roßtal

Jetzt ist es endlich soweit, das Radverkehrskonzept für den Markt Roßtal geht in die entscheidende Phase. Alle Bürger sind aufgerufen ihre Anmerkungen zur bestehenden Radverkehrsinfrastruktur, als auch fehlende Radverbindungen auf einer Karte eintragen. Des Weiteren können in einer kleinen Umfrage Meinungen zur derzeitigen Situation sowie zur zukünftig wünschenswerten Ausgestaltung der Radverkehrsinfrastruktur mit ihren unterschiedlichen Führungen…

Radverkehrskonzept des Marktes Roßtal startet

Endlich geht es los: Wie im Roßtaler Amtsblatt vom 19.12.2018 angekündigt, startet das Roßtaler Radverkehrskonzept mit einer Auftaktveranstaltung in die erste Runde. Worum geht es? „Der Markt Roßtal hat sich zum Ziel gesetzt, den Radverkehr zu fördern und die Verkehrssicherheit seiner Fahrradfahrer zu verbessern. Dazu gehören unter anderem der Neu- und Ausbau von Radverkehrsanlagen, die…

Getöteter Fußgänger: Offener Brief an den Landrat

Am Abend des 28.11.2018 wurde ein Fußgänger am Ortsausgang Roßtal in Höhe des Lidl von einem Pkw erfasst. Trotz sofortiger Rettungsmasßnahmen verstarb er an der Unfallstelle.  Hierzu ein offener Brief an den Landrat, dem die Gefahr in diesem Bereich seit Mai 2018 persönlich bekannt war: